Uli - 1990/91 in La Viale, Frankreich, danach in Opsta, Brüssel

Er stand vor der Frage, ob eine Fortsetzung des Dienstes sinnvoll sei. Nach seiner Entscheidung, weiter tätig zu sein, teilt er seine Gedanken mit:

Irgendwo bin ich doch sehr froh, dass mein Entschluß so ausgefallen ist, denn ich glaube, ich hätte es mir mit einem Nein zu einfach gemacht. Was meines Erachtens den Ausschlag in meinem Entscheidungsprozess gab, war die Tatsache, dass ich mir bewusst geworden bin, dass ich mich in erster Linie für das FSDE-Projekt beworben habe und dass ich mit den Zielen von FSDE ja doch weiterhin übereinstimme. Erst später war ja die Einsatzstelle festgelegt worden. Hätte ich nun abgebrochen, so wäre Opstal / La Viale als Einsatzort für FSDE gestorben. - Mir ist klar geworden, dass FSDE davon lebt, dass seine Friedis in solchen Momenten doch dableiben. Da es wohl in fast jeder Einsatzstelle im Anfangsstadium solche Frustrationen gibt, bräche ein Projekt wie FSDE sonst schnell zusammen. - Als wesentlich erscheint mir, dass man sich bei FSDE für das Projekt selbst bewirbt und nicht direkt für eine bestimmte Einzelstelle. Dies bewahrt dann davor, bei Frust in der Einsatzstelle automatisch keine Perspektive mehr für seinen Friedensdienst zu sehen.

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