Henning - 1991·92 in Eupen/Belgien im Bildungswerk OIKOS

Haus für obdachlose Jugendliche - dort traf Henning auf Jugendliche, die keinen Platz in der Gesellschaft fanden.

Wichtig ist der Name der Erwachsenenbildungsorganisation, bei der ich arbeite: OIKOS (griechisch = Haus). In zweifacher Weise wird dieses Obdach gewährt, zum einen, indem Bildung, also Begegnung, Zusammenarbeit und Austausch angeboten werden, und zum anderen, indem versucht wird, den Menschen, die die Bedeutung des ersten Wortes nicht kennen, ein Haus - ein Zuhause - zu bieten.

Eben dies, denke ich, ist soziale Gerechtigkeit. Offenbar denkt die Gesellschaft nicht so, denn für sie existieren diese Menschen nicht: Menschen, die es nicht schaffen, jeden Morgen um acht Uhr aufzustehen, jeden Tag mehrere Stunden konzentriert zu arbeiten, eine Meinung zu haben, die sie mit Argumenten vertreten können. Diese Menschen werden totgeschwiegen und damit dem Tod geweiht; erst dem seelischen, dann dem körperlichen - irgendwann haben Alkohol und Drogen ihre Körper zerstört. Vorher jedoch hat die Umgebung dazu beigetragen: Fehlende Anerkennung, kein Mutzuspruch, vor allem keine Liebe und damit mangelndes Selbstvertrauen, kein ICH. Es ist enorm schwer, dieses ICH wieder aufzubauen.

Toleranz und Zuhören sind notwendig, Vertrauen muss gewonnen werden.

Weitere Beiträge zu Tätigkeiten von Freiwilligen - Aufgaben und Bereiche

  • Renate - 1993/94 in Budapest/Ungarn in einem Sterbehaus der Malteser
  • Manuela - 1995/96 in Biella/Italien - Betreuung behinderter Kinder
  • Assol - 1996/97 in Pavlovsk bei St. Petersburg/Rußland

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