Beate - 1998·99 in Pavlovsk bei St. Petersburg

Sie erlebte die Not in Russland, insbesondere für Jugendliche, die keine Familie mehr haben, und behinderte Kinder in Heimen

Die staatlichen Heime entlassen die Jugendlichen meist, wenn sie 16 sind (manche sind aber auch 17 oder 18) in ungewisse Verhältnisse, ohne dass sie in der Lage sind, selbständig zu leben. Traurige Statistiken besagen, dass in den ersten Jahren 10% der aus Kinderheimen Entlassenen Selbstmord begehen, 20% werden obdachlos und 30% kriminell ...

... Schwierigkeiten gibt es noch immer mit den Sanitarkas (Pflegerinnen) ... Sie sehen die Freiwilligen eher als Entlastung für sich selbst bei ihrer wirklich schweren und schlecht bezahlten Arbeit ... Ohne die Freiwilligen ist eine unausgebildete Sanitarka in einer 24-Stunden-Schicht für 12-15 schwerstbehinderte Kinder zuständig - Monatslohn umgerechnet keine 60,- DM ...

... Was ich gelernt habe? Ich habe den menschlichen Überlebenswillen kennengelernt. Und dann habe ich den Menschen sehen gelernt. Damit meine ich diesen undefinierbaren, aber absolut wichtigen Kern in uns allen, der das Menschsein ausmacht. Die Kinder strahlen für mich pure Menschlichkeit aus. So, als ob ihre dünnen Körper den Kern offensichtlicher werden ließen ...

Weitere Berichte zu diesem Projekt

Weitere Beiträge zu "Freiwillige und ihr Umfeld - Fremd in der Fremde"

  • Philippe - 1991/92 in Belfast in einem Workshop für arbeitslose Jugendliche
  • Rebecca - 1992/93 in Belfast/Nordirland in einem Sozialzentrum
  • Joachim - 1995/96 in Olsztyn/Polen bei der Kulturgemeinschaft Borussia

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