Barabara - 2002/03 in Legnago (Italien)

Oft gehört die Dienstelle zu einem Behindertenprojekt. Für die meisten Freiwilligen ist dies "Neu-land". Auch Barbara H. aus Bayern, die in Legnago (Italien), tätig war, erging es so:

Ich hatte das erste Mal Kontakt mit Behinderten und ich habe von ihnen nicht nur die Sprache gelernt, sondern auch viele anderen Dinge. Ich habe gemerkt, dass sie sich über viele Kleinigkeiten freuen können wie z.B. den Sonnenaufgang, den wir oft nicht einmal wahrnehmen. Außerdem habe ich gelernt, viel mehr Geduld zu haben, denn auch wenn ich eine Sache viel schneller erledigen kann, will ich trotzdem dem Behinderten die Möglichkeit geben, selbständig zu sein, auch wenn es länger dauert... Aber ich habe mich auch schnell daran gewöhnt, dass sie z.B. wesentlich mehr Körperkontakt haben wollen, seien es Umarmungen oder Küsschen. Am Anfang ist es mir schwergefallen, ihre Fähigkeiten einzuschätzen, aber die anderen Mitarbeiter haben mir dann gesagt, dass ich sie überfordere oder meine eigenen Ziele zu sehr durchsetzen will.

Barbara sagt von sich, sie habe in diesem Jahr einen ganz anderen Bezug zu den Behinderten bekommen:

Ich werde Menschen in Schwierigkeiten jetzt aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen. Außerdem habe ich auch viel Neues an mir selbst entdeckt und denke, dass ich mich jetzt besser einschätzen kann.


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